ePortfolio: Web 2.0 und Gesellschaft

Lerndokumentation von Peggy Sennewald

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Zusammenfassung der 01.Vorlesung

Veröffentlicht von peggysennewald am 29. April 2012
Veröffentlicht in: Aufgaben, Einführung Web 2.0. Schlagwort: Aufgabe1, Einführung, O'Reilly, Web2.0.

Im Rahmen der ersten Vorlesung haben wir einen Einblick in den Kurs erhalten,welche Themen wir besprechen bzw. bearbeiten werden und wie die Aufgaben erstellt werden.

Dabei wurde zunächst festgehalten welche Web 2.0 Medien es gibt und welchem Student welche Medienportale bekannt sind.  Eine erste Definition führte uns in den Begriff der Techniksoziologie ein. Als Techniksoziologie wird eine Teildisziplin der Soziologie bezeichnet, in der Soziologen und Informatiker den Einfluss von Technik auf die Gesellschaft untersuchen.

“In der Techniksoziologie geht es immer um die Verknüpfung von Technik und sozialem Handeln.
Das technische Artefakt ist nicht Gegenstand der Techniksoziologie,
sondern die sozialen Prozesse, die es verkörpert, trägt, auslöst, vermittelt etc.”
(J. Meyer (2008) Techniksoziologie, Genese, Gestaltung und Steuerung sozio-technischer Systeme, S. 31)

Das Zitat des Universitätsprofessors Johannes Weyer aus seinem genannten Buch drückt für mich den Einfluss der sozialen Medien im 21. Jhd aus. Das Bedürfnis nach einer soziologischen Definition des Umgangs mit Technik als relativ neues Feld der Soziologie entsteht dabei aus der immer weiteren “Technisierung” des sozialen Handelns. War unser technisches Kommunikationsmittel früher “nur” ein einziges Medium wie zum Bespiel das Telefon, gibt es im 21. Jahrhundert inzwischen eine Vielzahl von Medien, mit denen man mit anderen Mitmenschen kommunizieren, seine Gefühle ausdrücken und seine soziale Stellung hervorheben kann.
Kommunikationsmedien für die Darstellung der eigenen Meinung wie z.B. Protestmärsche und Unterschriftensammlungen werden immer stärker durch technische Onlinepetitionen ersetzt, das “Wir” -Gefühl verläßt die physische Ebene und tritt in eine neue digitale Welt ein. Es ist zu untersuchen, wie dies die heutige Gesellschaft beeinflusst und verändert. Ich finde es sehr gut, das man diesen Ansatz im Hinterkopf behalten sollte, wenn man sich mit Web 2.0 beschäftigt und den kritischen Aspekt der sehr positiv empfundenen Techniken nicht vernachlässigt.

Was ist also Web 2.0?
Der Begriff Web 2.0 fiel zum ersten Mal auf der ersten Web 2.0 Konferenz  in San Fransisco (2004), die heute von vielen anderen Konferenzen  zu der Thematik abgelöst wurde. Interessant hierbei ist, das man noch heute einige Präsentationen einsehen kann auf der Webseite: Web 2.0 conference 2004 (Stand: April 2012). Vorausgegangen war eine rege Diskussion über die Zukunft des Internets, in der verschiedene bekannte Personen wie Tim O’Reilly, Eric Knorr, Dale Dougherty, Craig Cline und andere im Jahre 2004 den Begriff Web 2.0 prägten, um die Umwälzung der Verwendung des Internets nach dem Platzen der Dotcom-Blase 2000 und der Entwicklung neuer Darstellungsformen/Partizipationsmöglichkeiten zu beschreiben.
Das Internet basierte im sogenannten “Web 1.0″ auf einer passiven Nutzung seitens der User. Sie fungierten hauptsächlich als Leser im Internet, das von wenigen Usern gestaltet wurde. Mir persönlich war das Internet genauso vor 2000 bekannt. Eines der interaktivsten Seiten war damals Ebay, in der man eigene Auktionen erstellen konnte. Die Kommunikation mit anderen Nutzern erfolgte über Foren zu bestimmten Themen, was eine eher statische Kommunikationsform ist. Webseiten selber zu gestalten erforderte ein umfassendes Wissen der MarkUp-Sprache HTML und wurde nicht mit  WYSIWYG-Editoren sondern in reiner Textform erstellt. Diese Art der Gestaltung war mühsam und langwierig und wurde deshalb nur von wenigen Internetnutzern erlernt.


Zu erwähnen sei hier aber, das es durchaus schon sehr interaktive Formen im Internet vor 2000 gab.  Der erste Internetchat IRC ist wohl jedem ein Begriff. Außerdem gab es interaktive Textadventure Spiele (sogenannte MUDs), in denen mehrere User zur gleichen Zeit eingeloggt waren und miteinander spielen und kommunizieren konnten.
Somit bedeutet für mich Web 2.0 zunächst eine Öffnung des Internets für alle User. Mit den neuen Nutzungsformen und dem immer mehr grafischen Internet können auf einmal viele User mit wenig bis garkeinem computertechnischen Wissen neuen Inhalt erstellen (z.B. Blogging).

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